Druckausgleich

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Kassensturz! Wir erzählen, was wir 2023 verdient haben

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Neue Ziele fürs Jahr, Bilanz ziehen fürs alte – Annkathrin steckt noch mittendrin im Jahreswechsel-Chaos. Zwischen all den Zahlen und persönlichen Rückblicken wollen die beiden Druckausgleich-Hosts nicht die Chance verpassen, zu erfahren: Was haben wir eigentlich alle 2023 verdient?

Gesagt, getan: Eine Umfrage in der Community liefert exklusive Zahlen, Einblicke und spannende Erkenntnisse. Mit über 100 Antworten (!!!) von (jungen) Journalist:innen wollen Luca und Annkathrin Licht in den Gehalts-Dschungel bringen. Außerdem fragen sie Expert*innen aus Gewerkschaft und Selbstständigkeit, wie ein gutes Gehalt aussehen soll – und wie wir alle 2024 mehr und stabiler verdienen können.

Selfmade Journalismus - brauchen wir Redaktionen wirklich?

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Die Grenzen zwischen Journalismus machen, „Content kreieren“ und Business-Gründung verwischen immer weiter. Aber ist jetzt wirklich der Zeitpunkt, um als junger Journalist oder Journalistin komplett auf sich gestellt durchzustarten?

Zumindest für Luca fühlt es sich derzeit so an. Denn gerade in den Momenten, in denen er am engsten mit Redaktionen zusammenarbeitet, deren (und die eigenen?) Probleme oft am deutlichsten. Doch Annkathrin bleibt skeptisch: Ist es besser, alles alleine zu schultern? Die eigene finanzielle und mentale Stabilität von kommerzieller Reichweite abhängig zu machen?

Zum Glück gibt es Menschen, die man hierfür befragen kann – vor allem, wenn sie selbst nicht nur Erfahrung, sondern sogar Erfolg mit einem Geschäftsmodell haben. Dafür hat Luca die beiden journalistischen Content Creator*innen Marvin Wildhage und Leonie Schöler eingeladen, um mit ihm beim _Medienforum Mittweida_ darüber zu diskutieren. Denn bevor nun alle jungen Journos und Medienschaffende eigene Kanäle auf Youtube, TikTok und Co. gründen und ihre Jobs kündigen, muss auch bei Druckausgleich kritisch gefragt werden: Wollen wir wirklich so arbeiten?

Bis einer umfällt

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Es sollte ein "normaler" Schnitt für Nico Schmolke werden. Doch bei der Arbeit an seiner neuesten Dokumentation ist kurz vor Veröffentlichung alles anders. Statt am nächsten Tag in den Schnitt zu gehen, macht sich Nico auf den Weg zum Arzt. Mit Herzinfarkt-Symptomen. Im Alter von 32 Jahren.

Warum wir das wissen? Weil der freie Autor und Journalist die Belastung, den Ausnahmezustand und seine körperliche und psychische Reaktion darauf öffentlich gemacht hat. Für Luca kommt der Bericht zum komplett falschen Zeitpunkt – er packt quasi gerade seine Tasche, um nach Kiribati zu fliegen, um seine erste Doku als freier Autor zu drehen.

Einige nervöse Sprachnachrichten später versucht Annkathrin, ihm von Schreibtisch aus zu unterstützen und spricht mit Nico über seine Erfahrungen. Was können andere junge Journalist:innen von ihm lernen? Wie sollten wir an überfordernde Arbeitssituationen herangehen? Und wird nur im TV-Bereich zu viel gefordert – und die Lebenssituation von jungen Medienschaffenden sogar ausgenutzt?

Angst vor rechten "Journos"?

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Wenn es um rechte Journalist:innen und Blogger:innen geht, könnte man meinen: Erstmal nicht unser Problem, nicht unsere Verantwortung. Doch Akteure wie Julian Reichelt gewinnen immer weiter an Reichweite und Ressourcen – und rekrutieren erschreckend viele junge Journalist:innen und Medienschaffende für ihre Zwecke.

Hilfe, mein Journalismus kommt nicht an!

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Zu viel, zu wenig, zu ruhig, zu alarmistisch - wer Klimajournalismus betreibt, kann es selten allen recht machen. Aber ist das fair gegenüber denen, die versuchen, den „richtigen“ Weg zu finden? Sind wir als Journalist:innen am Ende wirklich allein schuld daran, wenn die Klimakrise nicht ausreichend bei der Bevölkerung ankommt?

Luca und Annkathrin begeben sich - auch inspiriert von privaten Auseinandersetzungen am Abendessenstisch - auf die Suche nach der Antwort, wie wir mit riesiger Verantwortung und Balanceakten im Arbeitsalltag umgehen können. Unterstützung kriegen sie dabei von Jule Zentek, die wie wenig andere junge Kolleg:innen das Thema Klimawandel bearbeitet. Die beiden Hosts wollen von ihr nicht nur wissen, wie sie mit dem Druck und Gegenwind umgeht, sondern auch, was wir von Klimajournalismus für andere, schwierige Themenbereiche lernen können - und warum der Teufel manchmal schon in der Wahl zwischen Wandel, Krise und Katastrophe liegt.

Wann wird der Öffentlich-Rechtliche endlich cool für junge Journos?

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Luca und Annka haben Frust. Und der hat sich lange angestaut! In mehr als zwei Jahren Druckausgleich haben sich viele Kritikpunkte gesammelt, die sich um den Öffentlich-Rechtlichen drehen. Und: Auch der Druckausgleich-Community scheint es so zu gehen. Höchste Zeit, dass sich jemand mit Führungsverantwortung der Kritik stellt...

Und tatsächlich: Marieke Reimann, zweite Chefredakteurin im SWR, setzt sich in der 29. Folge Druckausgleich mit Luca zusammen, um zu lästern. Doch was eigentlich eine gemeinsame "Abrechnung" mit dem ÖRR hätte werden sollen, wird plötzlich fast harmonisch. Was ist da los? Hat Luca seinen Biss verloren? Kann das öffentlich-rechtliche System doch nicht mit einer einzigen Podcastfolge analysiert, refomiert oder einfach zerstört werden? Zeit für einen Reality-Check – auch bei den beiden Podcast-Hosts...

KI wird im Journalismus nicht alles verändern!

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Wir wollen es alle nicht mehr hören – aber können wir KI wirklich noch ausblenden?

Zumindest Luca und Annkathrin scheitern kläglich daran. Sobald sie LinkedIn und Co. öffnen, schallt es ihnen entgegen: ein neuer Newsletter hier, eine "super Use Case!!11" dort. Doch gleichzeitig bleibt auch die Medienbranche von der Urangst der modernen Menschheit verschont: Was, wenn uns die Maschine am Ende den Job wegnimmt?

Aber keine Sorge: Nein, dies ist keine weitere Folge, in der Nerds ihre geheimsten Prompt-Hacks auswerten und austauschen, um besagten Jobklau zu verhindern. Stattdessen sprechen die beiden Druckausgleich-Hosts mit Hannes Jakobsen von DRIVE beta, der erklärt, warum Praktikant:innen bei ihnen künftig nicht mehr ihre alten Aufgaben ausführen werden und warum er seit der Einführung von ChatGPT und Co. viel mehr arbeitet als zuvor.

Zumindest Luca und Annkathrin scheitern kläglich daran. Sobald sie LinkedIn und Co. öffnen, schallt es ihnen entgegen: ein neuer Newsletter hier, eine "super Use Case!!11" dort. Doch gleichzeitig bleibt auch die Medienbranche von der Urangst der modernen Menschheit verschont: Was, wenn uns die Maschine am Ende den Job wegnimmt?

Aber keine Sorge: Nein, dies ist keine weitere Folge, in der Nerds ihre geheimsten Prompt-Hacks auswerten und austauschen, um besagten Jobklau zu verhindern. Stattdessen sprechen die beiden Druckausgleich-Hosts mit Hannes Jakobsen von DRIVE beta, der erklärt, warum Praktikant:innen bei ihnen künftig nicht mehr ihre alten Aufgaben ausführen werden und warum er seit der Einführung von ChatGPT und Co. viel mehr arbeitet als zuvor.

Brauchen wir noch Volontariate?

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Es ist wieder Volo-Saison! Mit dem Frühling hält auch die jährliche Gretchen-Frage Einzug bei Annka und Luca. Sollen sie es noch einmal wagen? Ist ein Volontariat am Ende der nächste Schritt für sie?

Vor allem bei Luca löst diese Frage inzwischen kalten Schweiß aus. Umso mehr noch, wenn er Kolleg:innen wie Samira El Hattab beobachtet, die nach bereits großen Erfolgen als Klimajournalistin beim WDR nun ihr Volontariat beginnt. Was treibt sie an? Das Geld wird es mutmaßlich nicht sein, denn: Viele Volontariate (Disclaimer: nicht notwendigerweise beim WDR!) zahlen kaum mehr als den Mindestlohn. Somit wird der Einstieg ist den Job (bzw. in eine Ausbildungsposition FÜR den Job) mal wieder nicht finanziell barrierefrei gestaltet. Ganz zu schweigen von der ein oder anderen nervigen Station, die bei einem Volontariat warten könnte….

Doch andererseits warten im Volo geballte Weiterbildung, gute Jobaussichten und (hoffentlich) coole Gemeinschaft auf einen. Am Ende müssen sich Luca und Annkathrin selbst hinterfragen und ernsthaft überlegen: Machen wir am Ende alle doch noch ein Volo?

Krise trifft auf Deadline – und jetzt?

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So toll immer neue Aufträge, die Freiheit des selbstbestimmten Arbeitens oder neue Karrierestrategien auch sind: Werden wir jemals zur Ruhe kommen und emotional gefestigt “einfach nur” unserer Arbeit nachgehen können? Oder reißt uns jede innere und äußere Krise gleich mit runter?

In neuen Folge begeben sich Luca und Annkathrin auf die Suche nach dem Modus, die sie nachts gut schlafen, tagsüber aber sowohl Buchhaltung als auch Kreativ-Schreiben bewältigen lässt. Dabei wollen sie herausfinden, woher diese Rastlosigkeit kommt, wie die mentale Herangehensweise verändert werden kann und mit welchen Kommunikationsstrategien es besser läuft. Beraten werden sie von Sara Weber, die in ihrem Buch "Die Welt geht unter und ich muss trotzdem arbeiten?" das Phänomen der Überforderung untersucht und zudem aus eigener Erfahrung helfen kann: Wie überstehen wir Krisen?

Was macht ihr mit der ganze Kohle, liebe Produktionsfirmen?

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Es ist ein Problem so alt wie der Journalismus selbst: Gehaltsunterschiede. Gerade zwischen Sendern und Produktionsfirmen gibt es eine ungleiche Verteilung, nicht nur, was Macht betrifft. Auch bei der Bezahlung gibt es Unterschiede. Das ist zwar allen klar – aber dass die Differenzen teilweise SO groß sind, hätten Luca und Annkathrin auch nicht gedacht.

Doch woran liegt das? Wo geht das ganze Geld von Produktionen hin? Wer sitzt da am längeren Hebel – und sollten wir als Konsequenz boykottieren, für diejenigen zu arbeiten, die nicht alles wie eigentlich gedacht an ihre Mitarbeiter:innen weitergeben? Fragen über Fragen, vor allem für junge Medienschaffende.

Denn häufig führen deren Wege durch diverse Praktikumsstellen oder Volontariate bei Produktionsfirmen. Und auch über diejenigen, die in den Sendern sitzen, müssen wir dringend reden… Zum Glück konnten Luca und Annkathrin mit vielen Journos und Medienmenschen sprechen – und auch Einblicke in ihre Gehaltszettel bekommen. Genug Stoff also, mal wieder das System zu hinterfragen!

Über diesen Podcast

Der Storypodcast über den Berufsstart in der Medienbranche, die Kunst der Prokrastination und gegen den Druck, alles und ständig perfektionieren zu müssen.

Druckausgleich ist ein Podcast des journalists – dem Magazin für Journalist*innen in Deutschland

von und mit Annkathrin Weis, Luca Schmitt-Walz

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